Außerparlamentarische Initiativen in einzelnen Bundesländern
1. Volksbegehren
Baden-
Württemberg (Südbaden)
Volksbegehren gegen die Rechtschreibreform, = "Motion bei der Stuttgarter Landesregierung und andernorts (Bonn usw.) gegen die geplante Reform der deutschsprachigen Rechtschreibung", Hans-Friedrich Tschamler, Hans-Vetter-Str. 132, 79650 Schopfheim, Tel.-Fax: (07622) 58 12
2. Volksbegehren Baden-
Württemberg (Württemberg)
"Gaisburger Marsch gegen Rechdschreiprephorm" = "Antrag auf Zulassung des Volksbegehrens zum Zwecke der Einbringung des Gesetzentwurfs betr. die sofortige Aussetzung der Rechtschreibreform an den Schulen in Baden-Württemberg" Initiatoren des Volksbegehrens: Gerhard Wagner, Friedenaustr. 23, 70188 Stuttgart, Tel. (0711) 2 62 12 27; Christian Hoffmann, Kreisvorsitzender der Jungen Liberalen Böblingen, Tel. (0711) 8 89 23 29.
3. Volksinitiative Baden-
Württemberg
Volksinitiative gegen die Rechtschreibreform. Junge Liberale Böblingen, Leonberg. Christian Hoffmann, Kreisvorsitzender der Jungen Liberalen Böblingen, Tel. (0711) 8 89 23 29,
Fax: (07152) 4 31 43. "In Baden-Württemberg liegen jetzt die erforderlichen 10 000 Unterschriften zur Beantragung eines landesweiten Volksbegehrens vor. ... Die Unterzeichner sind seit dem 12. Juli von vier verschiedenen Initiativen gewonnen worden. Der Erfolg der Reformgegner ist auch ein Dämpfer für die baden-württembergische Kultusministerin Annette Schavan. Sie hatte erst kürzlich behauptet, die Initiatoren des Volksbegehrens hätten eingelenkt." (Informationsdienst von "Mehr Demokratie e.V." 24.10.97)
4. Volksbegehren
Bayern
Seit 19.11.1996 "WIR gegen die Rechtschreibreform" in Bayern, Friedrich Denk, Kaltenmoserstr. 34, 82362 Weilheim i. OB., Tel. (0881) 14 41, Fax: 80 08. In Bayern sind für einen Zulassungsantrag für das Volksbegehren 25.000 Stimmen notwendig. Bis zum Abbruch der Sammlung Mitte Januar 1997 kamen sogar rund 48.000 Stimmen zusammen. "Friedrich Denk hat nach Angaben von "Mehr Demokratie" den Zulassungsantrag bisher in München nicht eingereicht. Er rechnet mit einem Erfolg der Initiativen in Schleswig-Holstein sowie Niedersachsen und erachtet deshalb den Kraftakt eines Volksbegehrens in Bayern für derzeitig nicht notwendig." Informationsdienst "Mehr Demokratie" 30.07.97
5. Volksbegehren
Berlin
Neu seit 04.04.97: "Wir sind das Rechtschreibvolk!" in Berlin, Ernst Steppan, Heinrich-Heine-Str. 2, 10179 Berlin, Tel.-Fax: (030) 2 78 60 89. Vorsitzender: Dr. phil. Klaus Deterding, Charlottenstr. 23 A, 12247 Berlin. Weiteres Gründungsmitglied: Gernot Holstein, Schönwalder Str. 75, 13585 Berlin-Spandau.

Genauso wie acht andere Bundesländer hatte die Berliner Schulverwaltung im vorigen Jahr ein Vorgriffsregelung erlassen (Berliner Zeitung 30.07.97). Die Initiative "Wir sind das Rechtschreibvolk!" hat beim Berliner Abgeordnetenhaus eine Petition eingereicht. Deren Ziel ist es, im Berliner Schulgesetz einen Paragraphen 19 a einzufügen: "In den Berliner Schulen wird die seit 1901 allgemein übliche Rechtschreibung gelehrt." (Welt am Sonntag 27.07.97).
"Inzwischen laufen in Berlin Vorbereitungen für ein Volksbegehren gegen die Rechtschreibreform. Ernst Steppan vom Verein für deutsche Rechtschreibung und Sprachpflege ist sicher: ÎDie nötigen 25.000 Unterschriften bekommen wir locker zusammen!Ì" (BZ 31.07.97, S. 5).
6. Berliner Verein f. deutsche Recht-
schreibung und
Sprachpflege
Berliner Verein für deutsche Rechtschreibung und Sprachpflege, Vorsitzender: Ernst Steppan, Heinrich-Heine-Str. 2, 10179 Berlin, Tel.-Fax: (030) 2 78 60 89
7. Volksbegehren
Bremen
"Mehr Demokratie" teilte am 01.08.1997 mit: "Per Volksentscheid wollen Bürger in zwei weiteren Bundesländern die Rechtschreibreform stoppen. In Nordrhein-Westfalen und Bremen werden nach Informationen der bundesweiten Bürgeraktion «Mehr DemokratieÎ bundesweite Volksbegehren vorbereitet. ... In Bremen will in der kommenden Woche eine Initiative gegen die Rechtschreibreform die Einleitung eines Volksbegehrens vorbereiten."
8. Volksbegehren
Niedersachsen
Seit 22.02.1997 "WIR gegen die Rechtschreibreform" in Niedersachsen, Prof. Dr. Carsten Ahrens und Gabriele Ruta, Postfach, 26931 Elsfleth, Tel. (04485) 881, Fax: 14 41. "Nach Angaben von "Mehr Demokratie" sind für das bundesweit erste Volksbegehren zum Stopp der Rechtschreibreform in Niedersachsen bis zum Freitag über 250.000 Unterschriften gesammelt worden. Der Volksentscheid ist hier erreicht, wenn bis spätestens Frühling 1998 rund 580.000 Unterschriften (zehn Prozent der Stimmberechtigten) vorliegen." Informationsdienst "Mehr Demokratie" 30.07.97
9. Frauen Union
Niedersachsen
Frauen-Union in Niedersachsen, Böttcherstr. 7, 30419 Hannover, Postfach 380, 30403 Hannover, Tel. (0511) 27991 - 0, Fax: 27991 - 31. Landesvorsitzende der Frauen Union und Vorsitzende des Kultusausschusses im Niedersächsischen Landtag: Irmgard Vogelsang.
10. Volksbegehren
Nordrhein-
Westfalen
Dirk Lindgens, Euskirchenstr. 21, 45143 Essen,

Tel.-Fax: (0201) 62 39 25, e-mail: dirk.lindgens@uni-essen.de
Student an der Uni Essen im achten Semester mit den Fächern Deutsch und Englisch (auf Lehramt!). An der Uni Essen lehrt Prof. Karl-Dieter Bünting: Deutsches Wörterbuch 1996 (ALDI)!
- "Per Volksentscheid wollen Bürger in zwei weiteren Bundesländern die Rechtschreibreform stoppen. In Nordrhein-Westfalen und Bremen werden nach Informationen der bundesweiten Bürgeraktion "Mehr Demokratie" bundesweite Volksbegehren vorbereitet. ... In Essen wird sich laut "Mehr Demokratie" nächsten Donnerstag eine Volksbegehrensinitiative gründen. Den Antrag auf Durchführung eines Volksbegehrens zum Stopp der Rechtschreibreform an den Schulen müßten landesweit 3.000 Bürger unterstützen. Beim eigentlichen Volksbegehren sind Unterschriften von 20 Prozent der Wahlberechtigten notwendig, damit in Nordrhein-Westfalen in einem Volksentscheid über die Rechtschreibreform entschieden wird." (Volksbegehren-Informationsdienst von "Mehr Demokratie e.V.", München, 01.08.1997)

- Will Volksbegehren für einen Zusatz im Landesschulgesetz: "In der Schule wird die allgemein übliche Rechtschreibung unterrichtet, wie sie in der Bevölkerung seit langem anerkannt ist und in der Mehrzahl der lieferbaren Bücher verwendet wird." (Wolfgang Kintscher: Student will Rechtschreib-Reform kippen. In: Neue Ruhr-Zeitung 01.08.97). Arbeitet mit Bonner Bürgeraktion "Mehr Demokratie" zusammen.

- Der Initiator, ein "Junglehrer" aus Essen, will das Volksbegehren am 12. August 1997 starten (DIE WELT 07.08.97, S. 2).

- Student Dirk Lindgens (25) will 3.000 Unterschriften sammeln. Die gibt er dann dem Innenministerium. Dort werden alle Adressen geprüft. Anschließend kommt es zum Volksbegehren. Für 14 Tage liegen in den Behörden amtliche Listen aus. Mindestens 2,6 Millionen NRW-Bürger, d.h. 20 Prozent der Wahlberechtigten, müssen sich eintragen. Dann gibt es den Volksentscheid. Die Bürger werden zu den Urnen gerufen. (Anne-Kattrin Palmer: Das Volksbegehren: Viele Hürden vor dem Sieg. In: Express Bonn, Jg. 35, Nr. 180, etwa 03.08.97, S. 2).
11. Volksbegehren
Sachsen
Neu seit 03.05.1997: "WIR gegen die Rechtschreibreform" in Sachsen. Vgl. Süddeutsche Zeitung 03./04.05.97, S. 5. Marie Rosee-Walz und Josef Walz, Ziegeleiweg 7 a, 01462 Dresden-Cossebaude, Tel. (0351) 4 52 17 64, Fax: (0351) 4 53 83 25 (Queißer-Elektronik)
12. Volksbegehren Sachsen-Anhalt "WIR gegen die Rechtschreibreform" in Sachsen-Anhalt. "Nach Informationen von "Mehr Demokratie" wird nun auch in Sachsen-Anhalt ein Volksentscheid angestrengt. Die Initiatorin sei eine Lehrerin." (Informationsdienst von "Mehr Demokratie e.V." 24.10.97)
13. Volksbegehren
Schleswig-Holstein
Seit 05.12.1996 "WIR gegen die Rechtschreibreform" in Schleswig-Holstein, Matthias Dräger, Finkenberg 41, 23558 Lübeck; Auf dem Hähnchen 34, 56329 St. Goar, Tel. (06741) 1720, Fax: 17 49. "In Schleswig-Holstein beginnt im Herbst die sechsmonatige Eintragungsfrist für ein Volksbegehren gegen die Rechtschreibreform. Hier reicht die Unterstützung von fünf Prozent der Stimmberechtigten, das sind 106.000, zur Durchsetzung eines Volksentscheides aus. Diese Unterschriftenzahl hatte die Lübecker Initiative "WIR gegen die Rechtschreibreform" im vergangenen Dezember schon beinahe bei der vorgeschalteten Volksinitiative erreicht, obwohl dafür nur 25.000 Unterschriften nötig sind." Informationsdienst "Mehr Demokratie" 30.07.97

Der Vorsitzende des Innen- und Rechtsausschusses des schleswig-holsteinischen Landtages in Kiel, Heinz Maurus, sagte am 08.08.97 in Husum, die formalen Voraussetzungen für ein Volksbegehren zur Rechtschreibreform in Schleswig-Holstein seien erfüllt. Der Ausschuß werde sich am Mittwoch mit einem entsprechenden Antrag der Volksinitiative befassen. Er forderte die Landesregierung auf, den Erlaß auf Umsetzung der umstrittenen Rechtschreibreform zurückzuziehen. Husum 08.08.97 (dpa)
14. Lehrer
Baden-
Württemberg
Lehrerinitiative gegen die Rechtschreibreform Baden-Württemberg, Hilde Barth, Markwiesenweg 46, 72800 Eningen unter Achalm bei Reutlingen, Tel.-Fax: (07121) 8 16 06
15. Lehrer Bayern Lehrerinitiative gegen die Rechtschreibreform Bayern,
Norbert Schäbler, Rosenstr. 12, 63768 Hösbach (Unterfranken), Tel.-Fax: (06021) 55 07 05
16. Lehrer Berlin Lehrerinitiative gegen die Rechtschreibreform,
Gisa Berger, Gesamtschulrektorin, Einödshoferweg 2, 12109 Berlin, Tel.-Fax: (030) 7 03 65 02
17. Lehrer Hessen Lehrerinitiative gegen die Rechtschreibreform Hessen,
OStR Günter Loew, Nordring 1 d, 63517 Rodenbach,
Tel.-Fax: (06184) 5 27 56
18. Lehrer
Niedersachsen
Lehrerinitiative gegen die Rechtschreibreform Niedersachsen,
Hanno Blohm, Eschengrund 17, 38723 Seesen (Harz), Tel.-Fax: (05381) 4 63 55
19. Lehrer Nordrhein-
Westfalen
Lehrerinitiative gegen die Rechtschreibreform Nordrhein-Westfalen,
Dr. Maria Theresia Rolland, Venusbergweg 43, 53115 Bonn, T. (0228) 21 64 67 (privat), (02241) 14 - 20 87 (dienstl.), Fax: (02241) 14 - 20 84
20. Lehrer Rheinland-
Pfalz
Lehrerinitiative gegen die Rechtschreibreform Rheinland-Pfalz,
Stephanus Peil, In den Gärten 5, 56457 Westerburg, Grundschullehrer, Tel.-Fax: (02663) 85 93

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